KI-Workshops für Schulen machen Kinder zu Game-Entwicklern
Kinder entwickeln eigene Games und lernen dabei, künstliche Intelligenz kreativ, kritisch und verantwortungsvoll einzusetzen.
Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag von Kindern und Jugendlichen angekommen. Doch wie funktioniert KI eigentlich? Weshalb liefert sie manchmal falsche Antworten? Und wie kann sie eingesetzt werden, um eigene kreative Ideen umzusetzen? Die KI-Workshops für Schulen und Gemeinden von KI Kids vermitteln diese Themen praxisnah und altersgerecht.
Dabei hören die Kinder nicht nur zu. Sie planen, testen, verändern und verbessern ein eigenes digitales Projekt. Im KI-Game-Workshop entsteht so Schritt für Schritt ein spielbares Game.
Künstliche Intelligenz wird zum kreativen Werkzeug
Kinder sollen künstliche Intelligenz nicht nur bedienen, sondern auch verstehen und hinterfragen können. Genau hier setzt KI Kids an. Die Teilnehmenden entdecken, was KI leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und weshalb die Qualität eines Ergebnisses stark von der gestellten Aufgabe abhängt.
Im Zentrum steht die eigene Idee. Die Kinder überlegen sich beispielsweise eine Spielfigur, ein Ziel, verschiedene Hindernisse und ein Punktesystem. Danach versuchen sie, ihre Vorstellungen so genau zu beschreiben, dass daraus mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ein funktionierendes Spiel entstehen kann.
So wird aus einem abstrakten Thema eine praktische Erfahrung: Die Kinder sehen unmittelbar, was ihre Eingaben bewirken und an welchen Stellen sie ihre Anweisungen verbessern müssen.
Vom ersten Einfall zum eigenen Game
Am Anfang jedes Games steht eine Idee. Vielleicht soll ein Pinguin über Eisschollen springen, eine Spielfigur Münzen sammeln oder ein Bademeister Menschen im Wasser retten.
Anschliessend entwickeln die Kinder daraus ein einfaches Spielkonzept. Dabei beschäftigen sie sich unter anderem mit folgenden Fragen:
- Was ist das Ziel des Games?
- Welche Figur wird gesteuert?
- Welche Hindernisse und Herausforderungen gibt es?
- Wie können Punkte gesammelt werden?
- Wann ist ein Level geschafft?
- Wie soll das Game aussehen?
- Was macht das Spiel spannend und fair?
Aus diesen Überlegungen entstehen konkrete Aufträge für die künstliche Intelligenz. Das erste Ergebnis ist dabei selten bereits perfekt. Die Steuerung funktioniert vielleicht noch nicht richtig, ein Hindernis ist unfair platziert oder das Spiel ist zu einfach.
Genau dieser Prozess gehört zum Workshop: testen, Fehler erkennen, neue Lösungen suchen und das Game weiterentwickeln.
Kinder lernen, gute Prompts zu formulieren
Eine wichtige Fähigkeit im Umgang mit künstlicher Intelligenz ist das sogenannte Prompting. Ein Prompt ist eine Anweisung oder Frage, die an eine KI gestellt wird.
Die Kinder erleben im Workshop, dass allgemeine Aufträge oft zu ungenauen Ergebnissen führen. Je klarer sie ihre Idee beschreiben, desto besser kann die KI sie umsetzen. Dazu müssen sie überlegen, welche Informationen wichtig sind und in welcher Reihenfolge die einzelnen Anforderungen erklärt werden.
Damit trainieren die Teilnehmenden nicht nur den Umgang mit KI. Sie üben auch, Gedanken zu strukturieren, Aufgaben in kleinere Schritte aufzuteilen und verständlich zu kommunizieren.
Die aktuellen Angebote, Altersangaben und Kursorte werden auf der Seite Kurse und Workshops von KI Kids veröffentlicht.
Medienkompetenz gehört zum KI-Workshop
Ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz umfasst mehr als das Schreiben guter Prompts. Deshalb werden auch Themen wie Datenschutz, Quellen, persönliche Informationen, Bilder und Urheberrecht altersgerecht behandelt.
Die Kinder lernen, dass eine überzeugend formulierte Antwort nicht automatisch richtig sein muss. Ergebnisse müssen geprüft, verglichen und kritisch beurteilt werden. Gleichzeitig wird besprochen, welche persönlichen Angaben nicht unbedacht in digitale Werkzeuge eingegeben werden sollten.
Die Technologie übernimmt somit nicht das Denken. Sie dient als Werkzeug, mit dem die Kinder eigene Ideen entwickeln und umsetzen können.
KI-Workshops ergänzen den Unterricht
Die Angebote können flexibel in den Schulalltag oder in bestehende Freizeitprogramme integriert werden. Möglich sind beispielsweise Projekttage, Themenblöcke, Ferienkurse oder ergänzende Angebote zur digitalen Bildung.
Die Workshops richten sich unter anderem an:
- Schulen und Schulklassen
- Gemeinden und Ferienpass-Angebote
- Bibliotheken
- Jugendorganisationen
- Freizeitzentren
- weitere Bildungsinstitutionen
Inhalt, Umfang und Schwierigkeitsgrad können an die jeweilige Gruppe und den verfügbaren zeitlichen Rahmen angepasst werden. Für Schulen lässt sich der KI-Game-Workshop zudem mit bestehenden Themen der Medienbildung verbinden.
Ergänzend bietet Radio Summernight Radio-, Podcast- und Medienworkshops für Schulklassen an. Dadurch können Schulen unterschiedliche Bereiche der digitalen und journalistischen Medienarbeit praxisnah vermitteln.
Die entwickelten Games bleiben spielbar
Ein besonderer Bestandteil des Angebots ist das KI GameLab. Dort werden ausgewählte Games aus den Workshops gesammelt und zugänglich gemacht.
Die Projekte verschwinden damit nach dem Kurs nicht einfach auf einem Computer. Kinder können die Spiele später erneut öffnen, sie ihren Familien und Freunden zeigen und weitere Workshop-Games entdecken.
Im KI GameLab lassen sich Games suchen, direkt starten und als Favoriten speichern. Neue Spiele aus kommenden Workshops können die Sammlung laufend erweitern.
Das schafft zusätzliche Motivation: Aus einer ersten Idee wird ein sichtbares und spielbares Ergebnis, das auch nach dem Workshop bestehen bleibt.
Medienbildung baut auf langjähriger Erfahrung auf
KI Kids knüpft an die seit 2016 gesammelte Erfahrung aus Radio-, Podcast-, Social-Media- und Medienbildungsworkshops an. Im Mittelpunkt steht dabei stets das aktive Gestalten.
Kinder und Jugendliche sollen Medien nicht nur konsumieren. Sie sollen verstehen, wie Inhalte entstehen, welche Wirkung sie haben und wie digitale Werkzeuge verantwortungsvoll eingesetzt werden können.
Mit den KI-Game-Workshops wird dieser Ansatz um künstliche Intelligenz, Games und kreative digitale Projekte erweitert.
Keine umfangreichen Vorkenntnisse notwendig
Für die Teilnahme an einem KI-Workshop sind grundsätzlich keine umfangreichen Programmierkenntnisse erforderlich. Die konkreten Voraussetzungen und Altersangaben werden jeweils beim entsprechenden Kurs aufgeführt.
Entscheidend sind Neugier, Kreativität und die Bereitschaft, eigene Ideen auszuprobieren. Die Kinder werden Schritt für Schritt von der ersten Spielidee bis zum funktionierenden Game begleitet.
KI-Workshop für eine Schule oder Gemeinde anfragen
Ob als Projekttag, Ferienangebot oder ergänzender Themenblock: Die KI-Workshops können gemeinsam auf die Bedürfnisse einer Schule, Gemeinde oder Organisation abgestimmt werden.
Im Mittelpunkt steht ein altersgerechter Zugang zu künstlicher Intelligenz. Die Kinder entwickeln dabei nicht nur ein eigenes Game. Sie lernen auch, präzise zu kommunizieren, Probleme zu lösen und digitale Ergebnisse kritisch zu beurteilen.
Schulen, Gemeinden und Organisationen können über die Seite KI Kids für Schulen und Gemeinden weitere Informationen zum Angebot abrufen oder direkt eine unverbindliche Workshop-Anfrage stellen.
Häufige Fragen zu KI-Workshops für Schulen
Was entwickeln die Kinder im KI-Workshop?
Die Kinder planen und gestalten ein eigenes kleines Game. Sie bestimmen unter anderem die Spielfigur, das Ziel, die Steuerung, die Hindernisse und das Punktesystem.
Lernen die Kinder im Workshop programmieren?
Die Kinder erhalten einen praxisnahen Einblick in die Entwicklung eines digitalen Spiels. Im Zentrum stehen die Spielidee, gezielte Prompts, das Testen und das schrittweise Verbessern des Games.
Benötigen die Kinder Vorkenntnisse?
Umfangreiche Programmierkenntnisse sind grundsätzlich nicht erforderlich. Die genauen Voraussetzungen und Altersempfehlungen werden beim jeweiligen Kurs angegeben.
Können die Games nach dem Workshop gespielt werden?
Ausgewählte Workshop-Projekte können im KI GameLab veröffentlicht werden. Dort bleiben sie zugänglich und können auch nach dem Kurs erneut gespielt werden.
Sind die KI-Workshops auch für Gemeinden geeignet?
Ja. Das Angebot eignet sich unter anderem für Gemeinden, Ferienpass-Programme, Bibliotheken, Jugendarbeit und weitere Bildungsorganisationen.
Wie kann eine Schule einen Workshop buchen?
Interessierte Schulen und Organisationen können das Angebot über das Kontaktformular von KI Kids unverbindlich anfragen. Inhalt und Umfang werden anschliessend passend zum Einsatz abgestimmt.